Montag, 9. Juni 2008

Rock im Park 2008 - That's vacation!

Logbuch des Kreuzzuges gegen die Ordnung:


Donnerstag:


Heute Morgen um 6 Uhr sollte es losgehen. Da kam uns nur noch eine Irrfahrt nach einem passenden Adapter für den Anhänger dazwischen. Nach einem Zwischenstopp in Obersulzbach hatte sich das Thema dann Gott sei Dank erledigt, da in Bänker sei Master einfach „alles“ daham hat. In Lehrberg noch 20 Liter „Synthetik“ Gemisch für das Notstromaggregat gekauft. Der Shell Tankwart hat uns gut beraten und so konnte es endlich richtig losgehen. Am Zeppelinfeld angekommen war erst mal Chaos angesagt. Unser ideal Standart Zeltplatz war dieses Jahr gesperrt wegen „Centerstage-sonstwas-Camping“. So mussten wir erst uns erst mal 1 Stunde durch Stau und Chaos kämpfen. Gegen halb 9 hatten wir dann endlich einen passenden Platz in der nähe vom „Gärtla“ gefunden. Nach dem schnellen Aufbauen gab’s erst mal ein lecker hopfenhaltiges Kaltgetränk frisch aus dem Faß. Unsere Nachbarn sind Österreicher, welche die ganze Zeit die Nationalhymne von Cordoba, sorry von Österreich spielen und Italiener, die super in Ordnung sind. Die Ösis natürlich auch, gell Maxl…So sieht Völkerverständigung aus! Achten sie nicht auf die Einblendungen der Feindpropaganda! Auf jeden Fall schnorrt is Agreggat und is Bier ist schön kühl! Kleinere Lackierarbeiten an unserm Fahrrad und div. Anderer Blödsinn runden den Tag noch ab! Rock on, heut is erst Donnerstag, Musik spielt noch keine, außer die Österreichische Nationalhymne, eh klar! That’s vacation!!!!


Freitag:


Der frühe morgen beginnt erst mal mit unserem neuen Lieblingslied, welches aus der benachbarten Profi PA dröhnt! Ach du liebe Zeit! Danach fuhr der Bombi erst mal mitn Citybike zum Aldi um noch mal Eier zu besorgen. Orginal Busfrühstück mit Kaffee is eh klar, und überhaupt is der VW T3 oder wie die Österreicher sagen: Tdee drää das meist gefahrene Auto auf RIP, super Sache! Danach erst mal die „Reismatterschuh“ angezogen und ein schönes Abgestandenes Bier vom Vortag gezapft, Motto heute „Viel Bier wenig Schaum“ Essenstechnisch jagte dann den ganzen Tag ein kulinarisches Highlight das nächste. That’s vacation! Mittags wurden dann schon mal die ersten Helme aus Melonen gebaut, bzw. ne Vodka-Red-Bull-Bohle daraus gemacht. Da ein Helm eh net reicht, wurde kurzerhand beim Freundlichen Obst und Gemüse Fachhandel noch mal ne Kiste Wassermelonen organisiert. Das da is Radio nachfragt wundert hier eh keinen mehr. Horfi und Bombi gaben auf jeden Fall bereitwillig Auskunft darüber, dass das Herstellen aus Kopfschmuck aus Lebensmitteln oder Abfällen schon zum Guten Ton hier auf einem Festival gehört…

Ach und überhaupt, Musik spielte ja auch noch. Lostprophets, Kid Rock, Sportfreunde und die Hosen ham glaub ich die Meisten angeschaut. Spät Nachts dann noch zu Dimmu Borgir oder wie der Kenner sagt: „Hob etz geh mer zum Börger vor?“


Samstag:


Frühstück mit Kaffee aus ToGo fand wieder reichlich Anklang. Gefolgt von einem Bier mit wenig Schaum glaub ich das zweit meist getrunkene Getränk bei uns am Platz. Wer so viel trinkt bekommt natürlich unheimlichen Hunger. Und wer kann sich schon nur von Ravioli mit der „berüchtigten“ Aufschrift „Schmecken auch kalt“ ernähren. Also Fahrrad und ab zum Bürger, nein nicht zum Dimmu, sondern zum King. 230 King Wings – gleich essen oder mitnehmen? – ne dann lieber doch zum mitnehmen! Man warn die gut!

Aufgrund der Aussage, des Wetter zieht vorbei, regnete es im Anschluss in Strömen. Hagel, Blitz und Donner. Da unser Platz strategisch sehr günstig lag, folgte nach kurzer Verzögerung die Sinnflut durch unser Camp. Ca. 10 cm Wasser, aber fließend. Gut das wir n paar Saugfähige Flyer dabei hatten. Ab nun waren die Reismatterschühli nix mehr und wir mussten auf festes Armeetaugliches Schuhwerk zurückgreifen! Gut das mir alle in Beber bei der Gebirgsmarine gedient ham. Nach diesem kurzen und heftigen Intermezzo folgten alle dem Quarterback-Meloni-Mertl zur Bühne um sich in System Sänger Serj Tankian anzusehen. Kurz noch bei Incubus auf überteuertes Essen gewartet. Bevor auf der Alternastage Cavalera Conspiracy ordentlich in die Harfen hauten. Bullet for my Valentine, Rage against the Machine und ab zurück aufn Zeltplatz wo die Stimmung immer besser wurde. Auf dem Rückweg musst mer uns noch ne Plane „leihen“, da es schon wieder wie aus Eimern schüttete. Gäste waren mittlerweile auch eingetroffen um sich nach ihrem Koch/Zigarettenanbrenn Equipment umzusehen. Damit der Horfi net mit ganz leerem Geldbeutel heimkommt ham mer den dann auch noch im Gärtla abgeholt. Hungrig wie alle mal wieder waren gab’s nur ein Problem. Die Holzkohlen waren mittlerweile schön nass. Naja auch des bekamen mir in den Griff. „Eh was macht ihr? Is doch alles Synthetik!“ – „Don’t Panic David, mir sin vom Fach“ Wie schon gesagt: That’s vacation.


Sonntag:


Kaffee aus ToGo mal wieder und Marmelade aus der Heimat. Nur das Müllproblem wurde langsam wirklich eins. Da gibt’s nur eins, weg damit! Kost ja heutzutage alles nix! Allerhand Müll, Pfand und Destroy Gammler waren auch wieder schon ab dem frühen morgen unterwegs. Und nachdem eh schon alles egal war, kam mal wieder die Flut. „ge do wirst doch deppperd“ Nach soviel Matsch im Zelt hilft nur die Flucht nach vorne. Ab zur Bühne wo Offspring spielte. Bei Metallica war das Zeppelinfeld dann brechend voll. Klasse Gig zum Abschluss eines sinnfreien Wochenendes! Ein letzter Stopp beim freundlichen Chinesen rundete den Abend ab.


Montag:


Willkommen im Dreck das Motto des heutigen Tages! Nix wie heim zu fließend Wasser (nur noch aus der Leitung) die Lösung!


Fazit:


ba do ba do ba di.....

schee wors!

Die 5 besten Rip 2008 Sprüche:

- schenk mol ans ei, viel Bier wenig Schaum

- we don’t care much for … ba do ba do ba di

- die Gschenktn und die Gschnorrtn, des sin mei Sortn

- die alde hat doch zellu am afti

- lass mi mol auf die schipf